ausweitung.com

Monikas Welten
  • bei Portables die (Rest-) Akkulaufzeit verlängern: in den Einstellungen die Bildschirmhelligkeit reduzieren d.h. dimmen da dieser extrem viel Leistung zieht
  • Knoten Lösen (Schnürsenkel): mit Korkenzieher den Knoten lockern
  • Ersatz für Etiketten: Malerkrepp
  • lose Buchrücken, eingerissene Buchumschläge: weisses Malerkrepp
  • (alte) Postkarten als Lesezeichen
  • Beschriftungen / Markierungen an Oberflächen anbringen: Malerkrepp
  • Siff/Schmodder/Eingebranntes/Kalk/Urinstein: Stahlwolle
  • Elektroartikel mit Kabeln: einzeln in Gefrierbeutel packen – verhindert ein Kabelsalat, ggf. mit Bindedraht bündeln
  • Bücherstapel: Gebinde mit Paketschnur und Knopf (DIY, Eisstiel) umwickeln und festzurren
  • Hitze: a, selber schwitzen + Ventilator + Luftentfeuchter, b, schwitzen lassen (feuchte Geschirrtücher, Verdunstungskühler) + Luftentfeuchter c, Kühlgerät + Luftentfeuchter
  • Instant Tee: Tasse zur Hälfte mit Wasser füllen, Teebeutel, ca.1 Minute in die Mikrowelle, Zucker hinzu geben, ziehen lassen, Tasse mit kaltem Wasser auffüllen (statt ca. 100°C nur ca. 60°)
  • optische Linsen reinigen: Röllchen (Estompe) aus Papier
  • 3.Hand bei Arbeiten: Klebeband
  • Hammerkopf als Amboss für feine Metallarbeiten, Schraubstock mit Ambossfunktion verwenden, Stűck Eisenbahnschiene
  • Kohlensäure aus Limonaden entfernen: umfüllen, oder schütteln und warten bis sich der Schaum weitgehend aufgelöst hat und dann entlüften
  • feuchtes Toilettenpapier: (Blumen-) Sprühflasche
  • offene Tüten: klammern
  • alte Spritzen, Rasierklingen, Skalpellklingen: mit einem Hämmerchen noch als Stanzwerkzeuge verwenden oder an einem Wetzstein / Kiesel entschärfen, dann entsorgen
  • spitze Nadeln, Klingen etc.: bis zum nächsten Gebrauch in Styropor stecken
  • Radtour: ca.1Liter Wasser & Handtuch (ermöglicht u.a. sich zwischendurch die Hände zu waschen – was sehr erfrischt. Wasser reinigt, kühlt und löscht den Durst. Handtuch kann auch bei Kälte als Halstuch oder Schultertuch, im Sommer als Schweißtuch, Sonnenschutz oder bei langen Strecken als Sitzpolster dienen, bei längeren Touren auch als Sitzkissen auf Stein (Fels, Treppe, Gerőll) oder Holz (liegende Baumstämme) verwenbar.)
  • Papier falten: mit Messer oder Kugelschreiber Knicke ausstreichen
  • große Papierformate grob schneiden: gutes Lineal anlegen, im ca.45°-Winkel abreißen
  • Wellpappe (Kartons) grob schneiden: Messer mit sichelförmigem Wellenschliff verwenden

Multitools:

Einige Dinge eignen sich für mehr, als man denkt.

  • Geschirrtuch: filtern (Säfte, Saucen, Käse, Quatk), feucht zum Kűhlen (Butter, Wickel, Kompressen, Kopftuch, Getränke), frischhalten (Brot, Käse), trocknen (Schweiß, Salat, Kräuter, Hände, Fenster), warmhalten (Hefeteig, Essen, Wärmflasche), Polster (Verpackung, Sitzkissen, Topflappen, Griff), Kleidungsstűck (Halstuch, Stirnband, Kopftuch), provisorischer Verband (Trageschlinge), Putztuch (Schuhe), Poliertuch (Silber), Insektenschutz (Obst)
  • Heißklebepistole: kleben, Haftpads/Stopper, Kunststoffextruder, Dichtungsmasse
  • Salatöl: Lösemittel für Kettenfett, Augenbalsam, hartnäckig klebendes neutralisieren
  • Malerkrepp: Etikett, Post-It, provisorische Versorgung beschädigter Bücher, 3.Hand
  • WD40: Schallplattenpflegemittel (Gleitmittel und Antistatic), Reinigungsmittel, Lösemittel, Brandbeschleuniger, Rostlöser, Etikettenlöser, Wachs- und Kaugummientferner, Schmiermittel
  • Panzerband (Gaffa-Tape, Duct-Tape, Reperaturgewebeband): klebend verbinden, reparieren von zerbrochenen Kunststoffteilen, isolieren von Kabeln, Ecken von Kartons schützen, Kanten entschärfen, 3.Hand
  • Alltagsmaske, FFP2: Staubschutz, Schutz vor Feinstaub (SMOG), Spritzschutz, Vorwärmer bei eisigen Lufttemperaturen, Luftbefeuchter bei trockener Luft / Reizhusten, Schutz vor űblen Gerűchen (mit Duftől leicht beträufeln)
  • Heißluftfritteuse: Backen, Frittieren, aufbacken, erwärmen, rösten, schmelzen
  • Mikrowelle: erwärmen (TK-Gemüse, TK-Kuchen), warmmachen (Porridge), erhitzen (Pasta-Soße), warmhalten, kochen (Tee), schmelzen (Käse), sterilisieren (Pasta-Soße wieder versiegeln)
  • Föhn: Haare Trocknen, Wäsche / Strümpfe trocknen, Etiketten lösen
  • Nadel & Faden: mit Nadel und Faden lassen sich fast alle Materialien miteinander verbinden, ggf. Vorstecher verwenden (Pfriem, Ahle)
  • Vaseline: Hautpflege, Schutz vor verkalkten Armaturen, Dichtungsringe, Antirostmittel, Gummipflegemittel
  • fischertechnik (siehe dort): Halterungen für Kabel und Elektrogeräte
  • Tesafilm: Tonband flicken, Folien reparieren, Kunststoff reparieren, Acrylglas kleben (Armbanuhr, CDs, Smartphone), eingerissene Poster reparieren, als Klebeband zur Montage verwenbar
  • Eisstiele: Einkaufswagenchip-Ersatz, Spatel für Crémes, Knebel für Büchergebinde
  • Kaugummi: Dichtungsmasse, Schuhsohlenreparatur, Schmutzradierer, Klebepunkte fűr DIY Post-Its
  • Sand: Vogelkäfig-Bodenbelag, Schleifmittel, Peeling, Spielzeug, Rieselmittel (alternativ: Salz)

Umgang mit Hitze:

In der Regel stellt Hitze kein großes Problem dar. Erst in Kombination mit hoher Luftfeuchte wird es kritisch. Solange die Luft trocken ist, hilft Wasser innerlich und äußerlich sich abzukűhlen. Innerlich eingenommen sollte man aber auf eine ausreichende Elektrolytzufur (Kalium, Kalzium, Magnesium, Natrium) achten, da durch das Schwitzen diese verloren gehen. Äußerlich z.B. durch Verdunstungskűhler, feuchte Tűcher oder Zerstäuber zugefűhrt, wird der Kőrper vom Schwitzen entlastet. Leider schwankt die relative Luftfeuchte im Laufe eines Tages stark. Am trockensten ist die Luft im Sommer in den Morgenstunden bis zur Mittagshitze. In dieser Zeit steigt die Lufttemperatur, und damit auch die Aufnahmefähigkeit der Luft fűr Wasserdampf. Daher ist dies im Sommer die beste Zeit des Tages. Nachts kűhlt die Luft zwar ab, doch steigt dabei auch die relative Luftfeuchte stark an, oft bis zur Sättigungsgrenze. Daher bringen Klimageräte erst dann wirkliche Erleichterung, wenn gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit entzogen wird z.B. durch hydrophiles Granulat oder Kondenswasser an den Kűhlschlangen. Daher sollte der Luftfeuchtigkeit eine grőßere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Daher kann es ratsam sein. auch bei großer Hitze die Fenster zu őffnen, um die Luftfeuchtigkeit im Raum zu senken. Dies gilt jedoch nicht fűr Klimaanlagen, die nach ähnlichem Prinzip wie Kűhlschränke funktionieren, da sonst deren Kűhlwirkung ausbleibt, und die Stromrechnung explodiert.

Tipps: 1.Geschirrtuch in Trinkflasche (oder Vase) – zusammengerollt saugt es sich darin mit Wasser voll. Lässt sich gut transportieren und das nasse Tuch bequem daraus entnehmen und da hinein ausdrűcken und später nachwässern. Das klamme Geschirrtuch kann als kűhlende Decke, Halstuch, Schultertuch, Stirnband oder Kopftuch verwendet werden. Locker den Kopf und die Ohren bedeckend ist der Kűhleffekt am stärksten.

2.Thermobecher – hält auch bei Hitze lange Zeit kűhl. Zeischendurch kann immer mal wieder genippt werden oder ein Stieleis/Slusheis transportiert werden.

3.Flaschen mit Wasser fűr Instanteistees, Sirups, kalte Getreidekaffes in den Kűhlschrank auf Vorrat. Während man eine konsumiert, werden die nächsten schon gekűhlt. Die aufgebrauchte Flasche wird wieder befűllt und erneuert so den Vorrat wieder.

4.Wärmflasche mit kaltem Wasser befűllen.

5.Fettarm essen. Auf Butter oder Margarine sollte verzichtet werden. Käse und Wurstwaren enthalten genűgend eigenes Fett. Besser: Ől. Daher ist ein Slusheis im Sommer erfrischender als ein Sahneeis.

6.duschen! Duschen entfernt alte abgestorbene Hautzellen, űberflűssiges Fett und Gerűche. Die Haut wird dadurch durchlässiger, der Schweiß verdunstet leichter und man schont die Geruchsnerfen anderer Menschen. Spätestens, sobald sich die Haut klebrig anfűhlt. Kritische Stellen bedűrfen danach der Pflege (Vaseline, Sonnencreme, Műckenschutz, Deo).

7.eiskalte Getränkedose (Cola, Eistee) oder Becher (Ayran, Trinkjoghurt): Statt diese sofort wegzuexen ist es ratsamer, die Dose an die Ohren, an den Hals oder in den Ellenbogen zu halten. Das Blut wird so am schnellsten gekűhlt und der Effekt ist viel stärker, als wenn das Getränk sofort in Hals und Magen verschwindet.

Fahrradfahren:

Fahrradfahren ist ein hőchst private Angelegenheit die sich jedoch in der Őffentlichkeit abspielt.

Prinzipiell gibt es vier Möglichkeiten unterwegs zu sein: 1. Das Ziel ist eine Bestmarke zu erreichen oder eine besondere Leistung zu vollbringen. 2. Das Ziel ist, den eigenen Körper in seiner Funktion, seinen Grenzen und Möglichkeiten kennen zu lernen und zu verbessern. 3. Den Weg, die Natur und das Wetter zu genießen ist das Ziel. 4. Der Weg ist Nebensache, weil die Route als Routine abgespeichert ist und der Geist andere Wege geht. Der Weg ist dann eine Pause vom Alltag oder eine Gelegenheit Probleme Durchzudenken. Der Geist kann vom vorher erlebten abschalten oder sich auf das vor einem liegende vorbereiten oder spielerisch umherschweifen.

Da jede Person anders ist, ist der grőßte Fehler beim Radfahren der Mode zu folgen. Das Rad und der Fahrstil muss zur radfahrenden Person passen und nicht umgekehrt ! Nur weil ein Rad stylish ist oder der Trend gerade einen Fahrradtyp (Rennrad, Gravelbike, MTB, E-Bike, Pedelec, Fatbike, 32″) bevorzugt, bedeutet das nicht, daß es zu Ihnen passt. Die wichtigste Frage, die man sich stellen sollte lautet: Was will Ich mit dem Rad anstellen und welche Ausstattungsmerkmale braucht es dafűr. Ein Fahrad fűr sportliche Ambitionen muss anders sein, als fűr die Bewältigung alltäglicher Aufgaben. Große Räder (29″-36″) bűgeln Unebenheiten besser aus (Gravel, Tour, Reise) sind aber fűr andere Anwendungen zu sperrig oder zu schwer (City, MTB, Rennen). Auch braucht es eine andere Mentalität, ob ich in kűrzestmőglicher Zeit eine Route absolvieren muss oder ob ich mőglichst Unfallfrei mit viel Gepäck durch die Stadt kommen will. Wer hunderte Kilometer am Tag abspulen will braucht ein minimalistsch ausgestattetes leichtes Rad, wer querfeldein fahren will braucht einen robusten Rahmen, Profil auf den Reifen, eine gute Federung und einen guten Helm, wer zum Einkaufen fahren will braucht ein robustes Rad mit viel Stauraum.

Lieferdienstfahrer ignorieren i.d.R. die StVZO, weil sie den Stadtverkehr als eine Kette von kurzfristig nutzbaren Freiflächen sehen um schnellstmőglich Ihr Ziel zu erreichen. Als Pendler sollte man sportliche Ambitionen in die Tonne treten und in der Stadt eher zu langsam fahren und mit entsprechendem zeitlichen Puffer kalkulieren – die Fitness kommt hier mit den schnell akkumulierten Kilometern. Besser auch mal absteigen und schieben als wagemutig unter einen Laster geraten. An einer Ampel muss man sich nicht in den toten Winkel neben einen Sattelzug stellen, sondern kann sich einen Platz suchen, der sicherer erscheint – die Grünphase reicht i.d.R. aus um auch weit vor der Ampel hinter einem LKW stehen zu bleiben. Ach sollte man die Klingel einsetzen, um auf sich aufmerksam zu machen: Toter Winkel, rangierende Laster, abbiegende Fahrzeuge, Fußvolk, Ein- und Ausparkende/Ausfahrende, die Sicht versperrende Gebäudeecken. Ein oder zwei kurze Pings reichen i.d.R. aus um die eigene Anwesenheit zu Signalisieren. Sonst: Schreien!!! (Viele sind schlicht abgelenkt.) Ein Rad schieben ist in den seltensten Fällen Rufschädigend. Recht haben und Recht einforden oder Zurűckstecken kann űber leben und Tod entscheiden. Was nűtzt es, wenn man die Vohrfahrt hatte, aber dann auf der Motorhaube landet ? Am Besten geht man davon aus, dass LKW-Fahrer sehbehindert und űberműdet, Autofahrer allesamt blinde und taube Fahranfänger und Fussgänger durch die Bank besoffen und Lebensműde sind. Damit will ich nicht sagen, daß Radfahrende die besseren Menschen seien (auch hier sind manche Kamikazefahrer unterwegs), sondern dass die Anderen schlicht unberechenbar sind. Jederzeit kann etwas unvorhersehbares passieren. Viele Menschen starten selbstsűchtige oder halsbrecherische Manœuver nur fűr einen winzigen Vorteil der bestenfalls an der nächsten Kreuzung egalisiert wird, oftmals jedoch in Unfällen enden (die dramatisch viel Zeit beanspruchen). Klassiker: links űberholen um rechts abzubiegen, einen Vorteil erzwingen wollen obwohl Geduld nicht wirklich Zeit kostet, wegen Stau die Kreuzung blockieren statt die nächste Grűnphase abzuwarten etc.. Merke: Wer keinen Einsatz hat, hat genug Zeit !!! Wenn der Chef motzt, dann ist er sicher auch bei Űberstunden pingelig? Daher sollte man alle seine Sinne beisammen haben: Kein Alkohol, das Gehőr auch bewusst einsetzten um auf Fahrgeräusche (Räder, Autos) zu achten, Rűckspiegel am Rad nutzen, auf Lichtkegel und beleuchtete Autos achten, Ampelschaltungen schon von weitem einschätzen (wenn fűr Autofahrer Rot ist, ist i.d.R. fűr den querenden Fuß- und Radverkehr Grűn), Rűckleuchten beachten, damit rechnen dass Fussgänger zwischen parkenden Autos die Straße űberqueren wollen, daß Autos rűckwärts einparken oder wenden wollen, das Partygänger nicht auf den Verkehr achten, dass sich Autofahrer nicht an die Verkehrsregeln halten (Egoisten) oder zu abgelenkt sind (Handy, Navi, Kinder, Radio, …) und Dich im toten Winkel oder deiner Tarnkleidung űbersehen, etc… Darum sollte man nur auf Űberlandstrecken hohe Tempi fahren.

Ein gut gewartetes Rad ist eine Lebensversicherung:

Sicher greifende Bremsen, schnell und sicher einrastende Schaltungen, richtiger Reifendruck (zu wenig Luft in den Reifen fűhrt zum schwimmen in den Kurven), funtionierendes Licht, Rűckspiegel. Lose Teile lenken ab und erzeugen eine unnőtige Unsicherheit. Sicher sollte auch die Kleidung sein: Um in der Stadt von A nach B zu kommen, ist es Űberflűssig sich als Presswurst zu verkleiden, aber auch dumm in der dunklen Jahreszeit in Tarnkleidung bestehend aus schwarzer Jacke und dunkler Hose und womőglich noch ohne Licht zu fahren (Selbstmőrderoutfit) – eine Warnweste ist eine Lebensversicherung ! Lange Hosen schűtzen bei Stűrzen die Schienbeine vor langen und tiefen Schrammen. Ich rate zudem vor extremer Vorsicht bei Dunkelheit und gleichzeitigem Regen !!! Ich erlebe dann die Unfallgefahr am hőchsten (Regen und Dunkelheit – welche die Sicht beeinträchtigen, rutschige Straßen und Wege, irritierend spiegelnde Straßen – welche die Zahl der Lichtquellen verdoppeln, laute Fahrgeräusche, etc.) Wer längere Touren plant sollte mit Sonne und Regen und die Motivation dämpfender belastender Kälte rechnen. Die Länge einer Pendelstrecke ist űbrigens irrelevant: Besser einen stressfreien Umweg durch Wohngebiete fahren, bei dem man ggf. auch den eigenen Gedanken nachhängen kann, als die kűrzestmőgliche zwischen Autokolonnen entlang (besser nur bei Tagesrandzeiten benutzen). Der Zeitgewinn ist vernachlässigbar und schon durch eine Zigarettenpause oder eine Dusche ausgeglichen. Ich will es noch einmal betonen: Der Zeitgewinn eine Strecke schneller bewältigt zu haben, wird bereits durch die Bewältigung des Stresses aufgefressen. Schnell zu sein mag das Ego stärken, ist aber am Ende ein Nullsummenspiel. Beim Rasen braucht man den Tunnelblick, beim entspannten Radfahren ist der Weg das Ziel. Um nicht zu űbervorsichtig zu klingen empfehle ich das beherrschen des Rads auf sicherem Gelände und mit Protektoren zu trainieren. Wer gezielt das Gleichgewicht, das Bremsen, das Freihändigfahren, die Spurtreue und die Wendigkeit trainiert, hat im Alltag grőßere Reserven falls es einmal kritisch wird, das Rad Macken hat oder der Leichtsinn ein waghalsiges Manœuver riskiert.

Fűr mit Muskelkraft betriebene Fahrzeuge wie das Fahrrad sollten die Steigungen mőglichst gering sein und sich am Besten an Eisenbahnnormen orientieren und die Verbindungen mőglichst nahe der Luftlinie sein statt Radfahrende fűr Bergziegen oder Parcouristen zu halten deren Wege nicht schmal, steil, eckig, verwinkelt und holprig genug sein kőnnen. In der Praxis ist die űberwiegende Mehrheit der Radwege eine Katastrophe und nur fűr wagemutige Bergfexen geeignet, was sich am Besten durch folgendes Bonmot ausdrűckt:“Das Gravelbike wurde fűr deutsche Radwege erfunden“! Wollen Sie ihre Kinder auf solchen Wegen zur Schule schicken?

Es gab mal eine Zeit, in der sich das Leben auf der Straße abspielte, wo sogar Kinder auf den Straßen spielten. Dann kam der motorisierte Verkehr und drängte das Leben an den Rand. Die Autolobby erzwang fűr sich die Straße freizuräumen fűr den rasenden Verkehr. Auch ist ein Fahrrad ein Verkehrsmittel, das nach StVZO wie jedes Andere auf die Straße (Fahrbahn) gehőrt, was „Vehicular Cycling“ á la John Forrester ist. Radwege waren/wären also űberflűssig, hätte die Autolobby in den letzten Dekaden seit den 1970ern nicht fűr lebensgefährliche Verhältnisse auf den Straßen gesorgt, indem sie ihre Blechkarossen zu Stadtpanzern aufgeblasen haben (aus Umweltschutzgrűnden und Profitstreben heraus*), was andere Verkehrsteilnehmer vertrieben hat (Ellenbogenmentalität). Viele Stãdte haben fűr das Ziel der autogerechten Stadt sogar ganze Straßenbahnnetze herausgerissen (Baden-Baden, Osnabrűck, Hamburg, Westberlin, Wiesbaden, Kiel, Regensburg, Aachen, Recklinghausen, Wuppertal, …). Dies fűhrte zur Mentalität der Autofahrenden, die Fahrbahn gehőre einzig ihnen allein und Radwege seien unter allen Umständen benutzungspflichtig. Da aber deswegen auch Fuhrwerke, Handkarren, Motorroller, Mopeds, Mofas und Motorräder als Leidensgenossen aus dem Stadtbild verschwunden sind, drängte die Radfahrlobby die Stadtplaner zur Anlage von gesonderten Radwegen nach niederländischem Vorbild. Bislang bleibt Radfahrenden leider meist nur ein lieblos gemachtes Provisorium űbrig: Radwege, welche kaum den Namen Wert sind, und die durch blaue Schilder auch noch benutzungspflichtig gemacht wurden. Sollte tatsächlich einmal ein gut ausgebauter Radweg vorhanden sein, so sollte man als Pedalist („Biobike – besser: Realbike“) den Mofas (€-Bikes, Pedelecs) und Rollern (Scooter) Platz machen indem man ggf. auch auf den Gehweg ausweicht.

Sollte Mensch gezwungen sein an parkenden Autos entlang zu fahren, so Bitte mit grosszűgigem Abstand ! Drängelnde und keifende Autofahrer rechtfertigen keinen Sturz űber aufgerissene Autotűren !!! Hier Bitte konsequent auf die Mitte der Fahrspur ausweichen !!! In diesen Fällen propagiere ich das „Vehicular Cycling“(im Verkehr mitschwimmen) – auch jedesmal dann, wenn der Radweg eingeengt wird (Lieferdienste, zweite Reihe Parker, Ein- Ausparker, Baustellenabsperrungen, Műlltonnen, etc. …). Radfahrende werden in der Mitte der Fahrspur eher erkannt, als wenn diese am Straßenrand schleichen und beim nächsten Rechtsabbiegen hinter der A-Säule űbersehen werden. Hupende Autofahrer haben nicht das Recht Sie mit dem Tode zu bedrohen, indem sie haarscharf an Ihnen vorbeirauschen !!! Wer auf „Radwege“ verweist, kann mit Radwegeparkern oder Geschwindikeitsbegrenzungen kontern. Kompetente Autofahrer erkennen die Situation und laden ihren Frust nicht bei Ihnen ab. Btw.: sollte der hohe Komfort im Auto (motorisiertes Fortkommen, gepolsterte und beheizte Sessel, schallgeschűtzte Fahrzeughűlle (welche jedes Fahrradklingeln unhőrbar macht), Klimaanlage, Navi, Assistenzsysteme, Radio etc.) Autofahrende eigentlich nicht zu mehr Gleichmut veranlassen ??? Offensichtlich ist jedoch das Gegenteil der Fall: Da beim bequemen Sitzen kein Stress abgebaut wird, wird dieser űber Verbalattacken oder rűpelhaftes Verhalten rausgelassen. Die Hast, die Verkehrsdichte und der Komfort sind die Hauptgrűnde dafűr, warum die traumhafte Autowerbung mit der Wirklichkeit kollidiert und alle Anderen plőtzlich zum Feind werden. Wer schon gestresst ins Auto steigt ist eine Gefahr fűr sich und Andere. Ich kenne Autofahrende, die wegen Zeitdruck oder Geschwindigkeitsrausch die StVZO ignoriert haben und halsbrecherische Fahrmanőver starteten. Wer glaubt, auf einer Rennstrecke reűssieren zu kőnnen, ist noch lange kein kompetenter Autofahrer im Stadtverkehr !!! Eine hohe Motorleistung fűhrt offenbar auch zu Selbstűberschätzung. Merke: Wer flucht ist doof !!!!

Nochmal: Mein Sermon gegen Autofahrende liegt nicht darin begrűndet, weil ich glauben wűrde, Radfahrende seien die besseren Menschen, sondern weil Autos einfach zu saugefährlich sind, als daß rűcksichtsloses Verhalten geduldet werden kőnnte. Jeder Auffahrunfall oder Frontalaufprall demonstriert die Bewegungsenergie, die vorher drinsteckte, die frei wird, indem Metall verformt wird. Leichtsinnige Radfahrende bezahlen ggf. mit ihrem eigenen Leben, leichtsinnige oder rűcksichtslose Autofahrende bedrohen das Leben aller Anderen einfach nur dadurch, daß sie sehr viel Masse mit hoher Geschwindigkeit bewegen !

Verkehrsregeln sollen den Verkehr regeln. Sie sind kein Angriff auf die persőnliche Freiheit ! Leider gibt es viele Menschen, fűr die Verkehrsregeln nur unverbindliche Vorschläge sind, die jederzeit ignoriert werden kőnnen, sobald sie unbequem oder hinderlich werden. Als wűrde der Besitz eines Fahrzeugs einen auch zum Eigentűmer an der Straße machen. Dennoch gehőrten einige Politiker, die fűr die gegenwärtigen Verhältnisse auf unseren Straßen verantwortlich sind őffentlich gezűchtigt und peinlich befragt.

Nűtzliches fűrs Radfahren jenseits des Radsports:

  • Luftpumpe
  • Sattelauflage (Regen, Komfort, Anti-Scheuermittel, von Plastiktűte bis Lammfell)
  • Werkzeug, Flickzeug/Ersatzschlauch
  • Rűckspiegel fűr den Lenker (besser als sich den Kopf verrenken)
  • 1,5 Liter Wasser je Tour (Trinken, Händewaschen, erfrischen, kűhlen)
  • Geschirrtuch/Handtuch (Schweißtuch, Polster, Halstuch, Putztuch, Verband)
  • Geld (Wegzehr, Tickets, WC’s, Gebűhren)
  • Schirmműtze oder Fahrradhelm
  • Sonnenbrille
  • Gepäckträger mit Satteltaschen (senken den Schwerpunkt, was stabilisiert) oder Fahrradkorb (im Fahrradkorb lässt sich auch ein Rucksack abstellen), Lenkerkorb (fűr alles, was schnell griffbereit sein muss – alternativ: im Trikot oder Jacke verstauen) – besser, als Gepäck an die Sattelstűtze flanschen! PS: Die Mindestanforderung an eine Tasche sollte sein, dass sie vor Regen schűtzt ! – Daher bitte nichts kaufen, was einen seperaten Regenschutz erfordert !!!
  • Expander/Spannhaken/Klettbänder/Schnűrsenkel zum vertäuen sperriger Objekte
  • Handschuhe (schűtzen im Sommer den Handrűcken vor Sonnenbrand und im Winter die Finger vor dem Erfrieren)
  • Tacho (hilft die eigene Leistung richtig einzuschätzen und leichte Steigungen von Erschőpfung zu unterscheiden)
  • Karte oder Smartphone (ich bin altmodisch: ich bevorzuge eine Fahrradkarte – Tipp: Querstraßen zählen um die richtige Abzweigung zu finden)
  • Anhängerkupplung (Mit einem Anhänger transportiert es sich einfach sicherer und leichter)
  • Stirnlampe (Schlaglőcher, Karte, oder Schilder leichter sichtbar)
  • Thermosflasche (Bei einer Radtour kůhlt der Kőrper aus. Dagegen hilft ein Heißgetränk. Bei Hitze hält die Flasche das Getränk kalt.)

Ausrűstung bei Regen:

Eine Regenjacke ist Geldverschwendung, da sie im gleichen Maße Regen abhält wie sie Schweiß zurűckhält. Mensch wird also so oder so nass. Dazu gibt es zwei taugliche Alternativen:

a, Helm, Trikot und Kleidung zum wechseln. In diesem fall wird man zwar komplett durchnässt, aber Kunstfaser trocknet rasch und eine wasserdicht verpackte Wechselkleidung ist trocken. Eine Dusche ist dann eine Wohltat. Besonder bei hőheren Temperaturen zu empfehlen.

b, Schirmműtze, Regenponcho & Űberschuhe. Sofern der Poncho am Lenker festgemacht wird (per Gummibänder), ist man vor Kälte, Regen, Nässe und Schweiss gut geschűtzt. Besonders geeignet bei Temperaturen űber dem Gefrierpunkt. In jedem Fall sollte ein Handtuch oder ein Geschirrtuch griffbereit sein.

Bei Schnee ist ein guter Wintermantel, Schal, Handschuhe und Műtze austeichend, sofern der gefallene Schnee abgeklopft wird.

Vernachlässigte Zeiten und Orte:

  • Schmuddelwetter (man hat die Straßen und Wege fűr sich alleine)
  • Nächte 22:00-4:00 (man hat die Stadt fűs sich alleine. Tankstellen und Spätis haben noch offen)
  • Industriegebiete und Gewerbegebiete am Wochenende (wer einen Sinn fűr Industriekultur und Technik hat findet spannende Ecken, Freiflächen und Rennstrecken zum Űben)
  • Tagesrandzeiten 4:00-6:00 & 20:00-22:00 (Berufsverkehr noch nicht da oder wieder weg. Im Sommer bereits hell. Sonnenauf- und Untergänge. Vogelgezwitscher, Morgennebel űber Wasserflächen, Tau. Bei Dauerregen am Tag Regen endlich vorbei oder noch schőnes Wetter kurz vorher. Fußgängerzonen befahrbar.)

*): Um im Zuge der Őlkrise von 1973 den Flottenverbrauch zu senken, machten die Regierungen in den USA und der BRD Verbrauchsvorgaben. In den USA ließ die Regierung im Cafe (Corporate average fuel economy) jedoch ein Schlupfloch fűr „light Trucks“. AMC (Jeep) lobbyierte „like Hell“ um mit ihren Geländewagen in diese Kategorie zu kommen. Als Sport Utility Vehicle blieben sie in dieser Kategorie, obwohl sie zu Familienautos mutierten. Dies bewog die US-Autobauer bevorzugt SUVs zu produzieren und damit satte Gewinne abzuschőpfen.

In der BRD wird beim Energielabel der CO²-Verbrauch mit dem Fahrzeuggewicht verrechnet, wodurch besonders schwere Autos ein besseres Energielabel erreichen kőnnen. Dadurch erscheint eine Limousine energieeffizienter als ein Kleinwagen. Hier werden buchstäblich Äpfeln mit Birnen verglichen, da die Energielabel in Wahrheit nur innerhalb ihrer eigenen Fahrzeugklasse vergleichbar sind. Obwohl Greenpeace mit dem Dreiliterauto bewies, dass eine sparsamere Mobilität mőglich war, nutze die Autoindustrie diese Effizienz nur dazu, ihre Autos bei gleichem Verbrauch grőßer und schwerer zu bauen. Hinzu kam die Forderung nach einer hőheren Sicherheit: Seitenaufprallschutz und grőßere Knautschzonen machten die Autos länger und breiter. Diese Autos passen nun aber nicht mehr auf die alten Parkplätze. Folge: Wildparken kreuz und quer. Konsequenz: Bäume werden gefällt und durch die Anlage von Querparkplätzen werden Geh- und Radwege entfernt.